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Das Wendland - Schönes Wendland!

1. Jährlich trifft ein Castortransport im Zwischenlager Gorleben ein. Jeder dieser Atommüll-Züge enthält mehr Radioaktivität, als bei der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl über ganz Europa verteilt wurde. Insgesamt sollen in den nächsten 10 Jahren noch 130 Behälter mit hochradioaktiven Glaskokillen aus der Plutoniumfabrik im französischen La Hague nach Gorleben geschafft werden. Wir stellen uns quer! - Und Sie?


2. Das Zwischenlager in Gorleben ist eine Wellblechhalle. Dort stehen jetzt 44 Castorbehälter mit "heißem" Atommüll. Die Behälter erreichen an der Oberfläche bis zu 85° C. Die aufgewärmte Luft steigt in der Halle nach oben und gelangt über Lüftungsschlitze im Dach ins Freie. Durch Löcher in den Hallenwänden strömt kalte Luft von außen nach. Auf Abluftfilter wurde aus Kostengründen verzichtet. Die Betreiber vertrauen darauf, dass die Castoren 40 Jahre lang dicht bleiben und die hochradioaktiven Stoffe auch bei schweren Unfällen noch einschließen. - Sie auch?


3. Seit 1981 ist es amtlich: Der Salzstock Gorleben ist für die Einlagerung von Atommüll ungeeignet. Radioaktive Stoffe können ins Grundwasser gelangen und das Trinkwasser für Tausende von Jahren verseuchen. Trotzdem wurde der löchrige Salzstock unter dem Deckmantel der "Erkundung" weiter ausgebaut. Noch ist kein Müll unter Tage gelandet. Aber jeder Castorbehälter, der direkt über dem unsicheren Salzstock Gorleben in der Zwischenlager-Halle eintrifft, zementiert unweigerlich den geplanten Endlagerstandort.


4. Die großen Energieversorger reiben sich die Hände: Atomausstieg "deutsch" bedeutet, dass in Zukunft noch einmal die gleiche Menge Atommüll produziert werden darf, wie in den vergangenen 30 Jahren. Geplanter Lagerort: Gorleben an der Elbe. Wenn Sie Ihrem alten Energieversorgen jeden Monat Geld überweisen, helfen Sie mit, das Wendland zur Atommüllkippe der Nation oder gar Europas zu machen. Steigen Sie persönlich aus!
Text: M. Elder (von den Bierdeckeln)
Bilder: Günter Schliebe

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